Schriftwahl ... Entscheidungen über Entscheidungen

Schriftwahl ... Entscheidungen über Entscheidungen

Oft fällt es schwer die richtige Schrift zu finden. Manchmal wird es sogar zur richtigen Qual.
Damit dies vielleicht in Zukunft etwas leichter fällt,
schreibe ich meinen heutigen Blog Artikel genau für „Sie“ !


Ja genau Sie, Sie der Stunden mit der Suche nach passenden Fonts verbringt. Bei der großen Menge an Fonts die uns zur Verfügung stehen,
die richtige Schrift zu finden, ist schon eine Herrausforderung.

Das Deutschen Instituts für Normung erstellt die  DIN 16518, welche ein Klassifizierungssystem für Schriftarten darstellt.

Dieses System umfasst 11 Klassifizierungen.

1: Venezianische Renaissance-Antiqua, 2: Französische Renaissance-Antiqua, 3: Barock-Antiqua

4: Klassizistische Antiqua, 5: Serifenbetonte Linear-Antiqua, 6: Serifenlose Linear-Antiqua

7: Antiqua-Varianten, 8: Schreibschriften, 9: Handschriftliche Antiqua, 10: Gebrochene Schriften

und schliesslich 11: Fremde Schriften

Ja das ist wirklich viel. Für Laien auch schwer zu unterschieden und vorallem sich zu merken.

Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern fasse ich die 11 Klassen grob in 5 Kategorien zusammen.

 

 

Kat. 1 – Serifen Fonts

Serife, was ist das? Serifen nennt man die Anfangs- und Endstriche eines Buchstabens.

Serifen Fonts unterscheiden sich in den Strichstärken, den Anfangs- und Endstrichen und auch den quer Strichen.
Der Mischung verschiedener Serifen Fonts untereinander in Druckwerken oder auf Webseiten ist nicht anzuraten
und bedarf, wenn doch fundierten typografischen Kenntnissen.

 

Bodoni, Berling, Marion, Cormorant, Hoefler, Times, Palation, serifen schriften, sternloscreative

Bodoni, Berling, Marion, Cormorant, Hoefler, Times, Palatino

 

*Vor dem Einsatz beachten Sie bitte die Lizenzen des jeweiligen des zu verwendeten Fonts.
Nicht alle Links führen zu kostenlosen Fontseiten

 

Kat. 2 – Serifenlose Fonts

Der Name ist ja schon Programm, keine Anfangs- und Endstriche bei diesen Fonts.

Manche der serifenlosen Schriften verfügen optisch über die gleichen Schriftstärken. 

Serifenlose Schriftarten können modern, reduziert, sachlich und kühl wirken. 

serifenlose Fonts, Source Sans Pro, Cooper Hewitt, Raleway, Montserrat, Open Sans, Asap, Fira Sans, sternloscreative

 

Source Sans Pro, Cooper Hewitt, Raleway, Montserrat, Open Sans, Asap, Fira Sans

 

*Vor dem Einsatz beachten Sie bitte die Lizenzen des jeweiligen des zu verwendeten Fonts.
Nicht alle Links führen zu kostenlosen Fontseiten

 

 

Kat. 3 – Schreibschriften, Handdraw oder Letteringfonts

 

In dieser Kategorie sammle ich alle Schriften, die Handschriftlich,
Feder schriftlich oder pinselartig entworfen wurden. Schreibschrift untereinander zu mischen ist ein TABU.


Alex Brush, Chopin Script, Freebooter Script, Great Vibes, Miama, Niconne, Rouge Script, Brusher, Balthasar, Better together Script, Frutilla Script, Life & Laughter, Mighttype Script,
Northern Lights, Frente, !PaulMaul, Agata, Brown Bag Lunch, Glenthompson, Octavio, Mouley

 

*Vor dem Einsatz beachten Sie bitte die Lizenzen des jeweiligen des zu verwendeten Fonts.
Nicht alle Links führen zu kostenlosen Fontseiten

 

 

Versalsatz (nur Großbuchstaben) gilt es zu Unterlassen, die Lesbarkeit ist in keinster Form gegeben 

und schön ist es auch nicht (das ist meine Meinung).

 

Kat. 4 – gebrochene Fonts

 

Auch Fraktur genannt sind traditionelle, alt deutsche Fonts.
Hier gilt wieder nicht verschiedene Fraktur Arten miteinander mischen. Versalsatz (nur Großbuchstaben) gilt es zu Unterlassen,
die Lesbarkeit ist in keinster Form gegeben. 

Fette Kanzlei, Fette Deutsche Schrift, Kleist Fraktur, Ute Schwabacher, Lucida Blackletter *

 

*Vor dem Einsatz beachten Sie bitte die Lizenzen des jeweiligen des zu verwendeten Fonts.
Nicht alle Links führen zu kostenlosen Fontseiten

 

Kat. 5 – Schmuck- und Stil Schriften

 

Schmuckschriften sind rein zur Auszeichnung des Druckwerks oder als EYE CATCHER für die Website zu verwenden.
Hier steht die Lesbarkeit ein wenig hinter der Wirkung. Entscheiden Sie sich für eine Schmuckschrift und lassen sie diese stets alleine wirken. 

Stil Schriften vertreten eine Epoche oder eine Szene. Sie sind reine Selbstdarsteller, sie wecken Emotionen oder eine Erinnerung.

Stil- und Schmuckschriften verlaufen manchmal fließen so sollte man auch hier wieder keine Mischung untereinander anstreben. Beide Schriftformen wirken intensiv und teilweise sehr dick aufgetragen darum empfehle ich den sparsamen Gebrauch, damit man sich nicht erschlagen fühlt.

3RD Man, Air Americana, BlackOpsone, Deftonestylus, Hercules, Herculanum, Arnold Boeckling, Quentin Caps, Hadley, Lakmus Fenotype *

 

*Vor dem Einsatz beachten Sie bitte die Lizenzen des jeweiligen des zu verwendeten Fonts.
Nicht alle Links führen zu kostenlosen Fontseiten

 

Welche Assoziationen die unterschiedlichen Fonts hervorrufen können zeige ich Ihnen Anhand von Beispielen:

 

Unpassende Fonts zu verwenden erzeugt immer eine Disharmonie, diese beim Leser/User negative Emotionen auslöst.

Welche folglich darauf hinausläuft, das ihr Druckwerk nicht gelesen wird, Ihr Produkt sich nicht so gut verkauft
oder 
der Besucher sich unwohl fühlt auf ihrer Website.


Nicht immer sind Free Fonts die richtige Wahl, es kann sich durchaus lohnen einen kleinen
Betrag in den perfekten Font zu investieren.
Damit heben Sie sich von den Massenfonts ab, die uns tagtäglich präsentiert werden.

Individuell auch im Bezug auf die Fonts, ist meine Devise.
Lassen sie sich doch inspirieren  und folgen Sie Ihrem Gefühl oder dem Gefühl ihres Grafikers.

Einer meiner Beispiel Fonts gefällt Ihnen, sehr gut dann bitte einfach - ein Klick 
 auf den Font Namen und schon kommen Sie auf die jeweilige Frontseite.

Dort können sie ihren 
gewünschten Font erwerben oder gratis downloaden.


Nicht vergessen auf die jeweilige Lizenz zu achten, 
nicht jeder Font ist für kommerzielle Zwecke freigeben.


Sollten sich weitere Fragen bei Ihnen, zum Thema Schriftklassifizierung auftun,
nicht zögern E-Mail schreiben.